Es ist eine bewegte Geschichte um das Heine-Gedenken in Hamburg. Am schönsten und erfolgreichsten gewährleistet ist es wohl im einst von Heinrich Heines Onkel Salomon im Stadtteil Ottensen errichteten Gartenhaus an der Elbchaussee, das heute mit einem erstklassigen Kulturprogramm  für eine zeitgemäße Erinnerung sorgt. Das 1982 errichtete Heine-Denkmal am Rathausmarkt (hier von der Rückseite mit Blick des Dichters auf die im Hintergrund links im August 2023 am Rathaus sichtbare Regenbogenfahne des Christopher Street Day) sorgte dagegen von Anfang an für Streit. Hannes Wader hat dem Denkmal mit seinem Lied „Denkmalbeschreibung“ vielleicht die größte Referenz erwiesen. Darin heißt es „… er krümmt seinen Rücken wie unter Schlägen, aber sein Mund formt stolze Worte …“ Foto: Literaturlandschaften e.V.

Sein Denkmal 1926 im Stadtpark eingeweiht wurde 1933 vom NS-Gewaltregime abgerissen, später zu Kriegszwecken eingeschmolzen, seine Bücher wurden verbrannt. 1982 errichteten ihm Bürger und Senat dieses neugestaltete Denkmal als Mahnung zur Humanität für die er zeitlebens kämpfte.

Ich habe nie großen
Wert gelegt auf
Dichter-Ruhm, und
ob man meine Lieder
preiset oder tadelt,
es kümmert mich
wenig,
aber ein Schwert
sollt ihr mir auf
den Sarg legen,
denn ich war ein
braver Soldat im
Befreiungskriege
der Menschheit.

Heinrich Heine, 1829